Was ist ein registrierter Rechtsdienstleister?

Die Geltendmachung fremder oder zum Zwecke der Einziehung auf fremde Rechnung abgetretener Forderungen ist eine Rechtsdienstleistung (§ 2 Absatz 2 RDG). Wer in Deutschland gewerbsmäßig solche fremden Rechtsangelegenheiten besorgen will, muss entweder als Rechtsanwalt zugelassen oder als Rechtsdienstleister registriert sein. Ausgenommen ist nur die kostenlose Hilfe im Einzelfall für Personen in familiärer, nachbarschaftlicher oder ähnlich enger persönlicher Beziehung zum Dienstnehmer. Viele selbsternannte Helfer haben keine behördliche Erlaubnis und arbeiten deswegen illegal.

Für eine Registrierung als Rechtsdienstleister sind unbedingt geordnete persönliche und wirtschaftliche Verhältnisse sowie umfangreiche Rechtskenntnisse erforderlich. Uns ist im Jahr 2003 vom Präsidenten des Landgerichts Magdeburg die Erlaubnis zur Besorgung fremder Rechtsgeschäfte (Inkassoerlaubnis) erteilt worden. Eine Registrierung ist beim für Sachsen-Anhalt zuständigen Landgericht Halle erfolgt. Deswegen ist unsere Tätigkeit absolut legal.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG, 1 BvR 423/99 vom 20.2.2002) hat festgestellt, dass Inkassounternehmer nicht nur die Aufgabe schlichter Mahn- und Beitreibungstätigkeit haben. Sie übernehmen die Verantwortung für die wirkungsvolle Durchsetzung fremder Rechte oder Vermögensinteressen. Deswegen sind wir aufgrund unserer Sachkunde im Rahmen der erteilten Erlaubnis ebenso wie Rechtsanwälte zur Rechtsberatung berechtigt.

Mit Einführung des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) sind die Befugnisse von Personen, denen die Erlaubnis zur Einziehung fremder Forderungen erteilt wurde, erweitert worden. Neben der außergerichtlichen Tätigkeit kann nun auch eine Vertretung im gerichtlichen Mahnverfahren und in verschiedenen gerichtlichen Vollstreckungsverfahren erfolgen, ferner die Anmeldung von Forderungen zur Insolvenztabelle und die Vertretung des Gläubigers im Insolvenzverfahren.

Als Qualitätssiegel dient unsere Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU). Mitglieder dieses Berufsverbandes haben sich zur Einhaltung strenger berufsrechtlicher Richtlinien verpflichtet und müssen sich unter anderem ständig beruflich weiterbilden.