Nur der Erfolg zählt.

Ein gewonnenes gerichtliches Verfahren bedeutet noch lange nicht die Zahlung des titulierten Anspruchs. Mit einem Urteil kann man aber nicht bezahlen. Ein Urteil ist also erst der halbe Erfolg.

Besonders ärgerlich ist die Tatsache, dass der Gläubiger erst den Verlust seiner Hauptforderung zu meistern hat und außerdem auf den Kosten des gerichtlichen Verfahrens sitzen bleibt. Nun muss er auch noch im Rahmen der Zwangsvollsteckung in Vorleistung gehen. Zahlreiche Gläubiger können ein Lied davon singen. Wie heißt es doch so unschön: Einer zahlt immer, und wenn es der Gläubiger ist!

Die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen hat sich der Staat vorbehalten. Dafür gibt es staatliche Vollstreckungsorgane. Immerhin geht es um erhebliche Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Schuldners. Der Haken an der Sache ist: Ohne einen Gläubigerantrag läuft nichts. Oder wie die Juristen es ausdrücken:

Der Gläubiger ist der Herr des Verfahrens.

Deswegen ist es wichtig, einen Partner an seiner Seite zu haben, der etwas von der Zwangsvollstreckung versteht. Den wenigsten ist bekannt, dass die Zwangsvollstreckung im Studium der Rechtswissenschaft überhaupt nicht oder nur am Rande behandelt wird mit der Folge, dass viele Rechtsanwaltskanzleien lediglich die Standardmaßnahmen einleiten. Der Schuldnerschutz genießt in Deutschland zwar einen sehr hohen Stellenwert. Die Zivilprozessordnung kennt aber viele und geeignete Möglichkeiten, um den Gläubigern doch zu ihrem Recht zu verhelfen. Wir kennen diese Möglichkeiten und konnten schon so manche Forderung beitreiben, die durch die vorherigen Rechtsvertreter abgeschrieben wurde.